Castello La Leccia

Liebe Noemi: In 20, 30, 40 oder sogar 80 Jahren erwartet Dich etwas ganz besonderes!

Ich besuche Freunde im Bündnerland und habe der Tochter von Peter und Doris, welche vor einem Monat geboren wurde, ein Präsent mitgebracht. Als wir in der Residenz Surmeir ankommen überreiche ich zwei Flaschen „Ruster Ausbruch“, welche Noemi dann bei ihrem zwanzigsten Geburtstag schlürfen kann. Sie kann ihn aber auch zum ihrem fünfzigsten oder ihrem achtzigsten Geburtstag trinken, denn das ist das Lagerpotenzial des Weines. Während uns Doris Kalbsgeschnetzeltes mit Rösti und Zucchini kocht, philosophieren Peter und ich über Weine im Allgemeinen und ich verkoste dabei den Castello La Leccia 2005, welchen er zum Essen hingestellt hat.

Nase: Immer noch jugendliche, grüne Tanine, welche sich aber nach 20 Minuten Oxidationszeit beruhigen. Efeuansatz, Kirschen, herrliches Vanille, sehr gute Balance zwischen Frucht und Fass.
Im Gaumen wenig Druck, leicht muskulös, fleischig, dafür ein gewaltiges Finish, wenig Pelz. Lagerpotential bis ca. 2015. Dann ist Noemi 7, ich 45 und die Welt noch ein wenig bevölkerungsreicher. Dann zückt Peter noch zwei spezielle Sachen aus einem Schrank: Einen Grappa von der Familie Berta, den Bric del Gaian 1998 und einen Cognac Otard XO Gold. Beim Grappa kann ich nicht genug daran rumschnüffeln, wunderschöne Vanilleschotten, Moscato-Touch, Zedernholz, Tabak, leicht schokoladige Ausläufer. Ein Nebbiolo da Barolo und Barbera d'Asti Festival der speziellen Art!
Hernach kommt der Otard, welcher rotgolden aus dem Cognacglas funkelt, nach dem Motto: Trink mich, schön langsam und geniesse mich!
In der Nase Haselnüsse, barriqueveredelte Perfektion, Honig (Akazienhonig), Champignons, ledriges Finish. Das einzige was mich stört ist der hohe Alkoholgehalt, der kommt einem ein wenig rasiermesserscharf rüber. Dafür hat er aber einen erotischen Abgang! Hier ist er unbestritten die Marilyn Monroe unter den von mir bisher getrunkenen Cognacs.

Ich verabschiede mich von meinem Gastgeberpaar dankend und spaziere zum Bahnhof von Arosa, wo ich mich als Abschluss dieses Tages selbst zum Konsum eines landestypischen Getränkes einlade. Nein, nicht zum Calanda-Bier aus Chur, sondern zu einer Hülse Heinecken aus Holland im Bahnhof Express. Und beim Studium des Beizers dieser Schenke fällt mir etwas auf: Was macht eigentlich einen richtigen Beizer aus? Ein rotes, rundes Gesicht mit Specknase und einem Pneu auf 1 Meter Hüfthöhe, umwickelt mit einer Schürze!

Wenn Judith den Teller zu essen anfängt ….

Wenn es einen Wein gäbe, der gaumentechnisch perfekt wäre und der einem beim nasalen Touchdown Testosteron ins Hirn schiessen liesse, der sich filigran an jedes Essen anpassen würde, wie würde wohl ein solcher Wein heissen und woher käme der wohl? Genau …… aus Ungarn.
Es ist Samstagabend, drückend schwül und ich habe zu einer kalten Platte mit Trüffelsalami, Parma- und Serano-Schinken eingeladen. Dazu diverse Käsesorten und 4 Weine. Nachdem wir uns den Züri Secco, ein feinperliger, eleganter Zürcher Mousseux genehmigt haben, die Verkostung des ungarischen Weines Iris Oliver 2004. Eine charmante Aromatik mit pinken Grapefruitnoten schmeichelt da meiner Nase, unterlegt mit Lychee und Zitrustönen.
Dagegen tritt der weisse Janos Bacsi 2003 an. Strahlendes Strohgelb mit floraler Nase und metallisch kapseligem Gaumen. Die Barriqueveredelung ist fast nicht wahrnehmbar, schade! Dafür kraftvoller Abgang. Beim roten Best Red, einer Assemblage aus 5 Traubensorten (Blaufränkisch, Zweigelt, Merlot, Pinot Noir und Syrah) mit schwarzem Kern und saftig dunklen Beeren und marzipanigem Abgang passt keine der Schinkensorten, dafür harmonieren die Käse exzellent. Der einzige Weisswein, der den Käsen standhalten kann ist der Irsai Oliver. Irsai Oliver ist nebenbei bemerkt die Traubensorte, also nicht der Name des Weingutes. Was diesen Irsai Oliver interessant macht, sind die starken floralen Noten. Ferner ist er ist von strohgelber Farbe und guter Intensität. In seinem anhaltenden Bouquet erinnert er an einen Traminer mit einem sehr angenehmen, frischen Nachgeschmack. Judith und ihr Mann Christoph scheinen die hellste Freude an diesem Abend zu haben und Judith meint dann bei einem freudschen Versprecher: Ich bin am Teller aufessen! Sie meinte natürlich: Ich esse alles auf, was auf dem Teller ist.
Nun denn: Als Dessert genehmigen wir uns eine Crème brûlée mit dem 2002 Aurum von Weingut Terra Galos. Eine mit 10 Volumenprozenten nicht klassische Alkoholbombe. Klebrig lecker und durch die Auslese der Trockenbeeren aus den Sorten Traminer, Furmint und Welschriesling entfalten sich ganz spezielle, vielschichtige Geschmackskomponenten. Lagerpotential: 30 Jahre.

Fazit des Abends: Zu rezentem Käse kann man Weissweine aus Ungarn trinken, welche in ihrer geschmacklichen Ausrichtung an elsässische Traminer erinnern. Schön so etwas erlebt zu haben!

2004 Münzenrieder, der Winkelried aus dem Burgenland

Ich darf wieder einmal mein Riechorgan tief in ein Glas halten und dort versuchen herauszufinden, was drin ist. Der Farbe nach zu urteilen muss es ein Rotwein sein. Das war relativ einfach. Nase: Jugendlich, der Wein hat ziemlich sicher 6 Monate mit einem französischen Barrique gekuschelt, würzige Aromatik, Erdbeeren, dunkler Kern mit Waldüften (feuchtes Bodenmoos im Wald), Champignons. Im Gaumen malziger Auftakt mit wenig Mukkis, breiter Abgang. Ein Charmeur der seine Potenz nicht unbedingt in den Vordergrund stellen will. Erinnert mich an diesen Schmusesänger Iglesias der herzschmerz-zerreissend irgendwelche Liebeslieder ins Mikrophon trällert und dabei die Frauen ihre Nastücher zücken lässt.
Assemblage aus 3 Trauben: 40% Bläufränkisch, 60% Pinot Noir, 10% Cabernet-Sauvignon. Soweit die Fakten.

Es handelt bei diesem Wein wieder einmal um einen Münzenrieder aus dem Burgenland, der von Edi Graf cuvetiert wurde. Generell finde ich, dass Edi irgendwann einmal nach der Suche nach dem perfekten Wein, durchdrehen wird. Ständig leert er irgendwelche Rebsorten zusammen, sucht die idealste Säure Süsse Balance und versucht dann auch noch, eine perfekte Nase für den Wein zu finden. Nun, schön macht Edi das, ich müsste das nicht tun (Ausflippgefahr sehr hoch!).

Nichtsdestotrotz präsentiert Edi immer wieder herrlich duftende Weine, welche schön satt und opulent im Gaumen aufliegen und lange nachklingen. Zu haben in seinem Restaurant in Stäfa: www.invinovita.ch

Mal hier, mal da…. alles trallalla!

www.mazzei.it

Wir gehen zu einem Kollegen, welcher uns zu einem Tischgrillabend eingeladen hat. Beim Apérowein kämpfen meine Nackenhaare dann gegenseitig schon um den besten Stehplatz. Ein 2002 Weinrieder schlängelt sich in meiner Nasenhöhle hoch und verströmt dabei folgende Düfte:
Kapselige Note, WC Stein, mineralisch, überreifes Pêche Melba, Cavaillon Melone, pink Grapefruit mit Überläufern ins Schweissige. Zu viel Säure, wenig Druck, wässrige Ausläufer, definitiv über dem Peak. Auch fehlt jegliche Fruchtkomplexität. Schade, aber das ist generell das Problem bei Weissburgundern, die haben nicht das nötige Zeug, um wirklich alt zu werden.
Fazit:
Diesen Wein sollte man mit der nächsten Sojus-Rakete, welche hochgeschossen wird, ebenfalls mitschicken.


Zu Straussen-, Rinds- und anderem Fleisch dann folgender Wein:

2001 Castello di Fonterutoli, Chianti Classico

Schokoladiges Opening, Efeu mit wenig Toasting, flankiert von einer erdigen Note, mild im Gaumen, harte Tanine mit pelziger Zunge, kräftig und elegant rinnt er meinen Rachen hinunter und lässt seinen üppigen Körper noch einige Minuten nachklingen. Zum Essen sehr passend, wenn man - wie ich - viel Knoblauchsauce nimmt sogar ein Traum! Eine Assemblage aus 90%Sangiovese und 10% Cabernet Sauvignon.

Nach dem Essen dann das Obligate „sich auf dem Sofa die Trommel reiben“ und den nächsten Wein in Angriff nehmen. Ich wusste gar nicht, das Bolgheri einen „Valpolo“ produziert. Von Bolgheri kenne ich den Sassicaia, also sollte das hier eigentlich in der gleichen Liga spielen. Schnüffeln. Warten..... Nochmals Schnüffeln...... (Pause)....... wieder schnüffeln. Nein, das kann nicht sein. Dritter Schnüffeltest! Dann dieser Gedanke, welcher mir durch den Kopf schiesst: Tanzen wir hier den "Rheuma Hotze Plotz Tanz"? Etikette nochmals anschauen …. apathisch-glasiger Blick in die Runde meinerseits. Also doch den "Rheuma Hotze Plotz Tanz" tanzen! Unsäglich, was da im Glas ist. Jugendliche, freche, grünliche Nase, kalkig, wenig Sonne, Cassis-Stich, Hinterschinken, pflaumig, eine Vanilleschotte erlaubt sich dann auch noch, sich selbst glamourös zu präsentieren. Fertig. Der Wein duftet aus, im Glas keine schweren Restaromen, einfach nichts mehr. Im Gaumen strenge, deutsche Disziplin mit mässiger Gerbstoffstruktur. Bei einer Frau würde man sagen: Blond, blass und ziemlich anorexisch.

Zum Dessert stellt Markus dann einen klebrig-süchtigmachenden Wein hin, ein Wein von grosser Tiefe, geschliffenem Ausdruck und guter Struktur, Himbeeren, Brombeeren, sirupmässige Konsistenz, ich könnte mir die Birne stundenlang mit diesem Wein zuballern. Im Gaumen rubensmässig mit einem massigen Stich und viel Biss. Über seine Muskeln will ich gar nicht erst schreiben: Arnold Schwarzenegger gibt’s neuerdings auch im Glas! Überraschenderweise dann im Abgang sehr schlank und nicht nachklingend, dennoch eine Hammerbraut von einem Wein.

Nur zu dumm, dass ich Markus nicht gefragt habe*, wer diesen Wein gemacht hat. Aber das ist nicht so tragisch, denn Markus wohnt 120 Meter von mir entfernt.


* Ok! Ich bin ehrlich, ich vergass den Namen des Weines zu notieren ….

Die Marke „Schädelspalter extra“ oder Dinge, die einem den Schädel auch so spalten …

Liebe Leserinnen und Leser,
Was Sie jetzt alles vor Ihre Pupillen kriegen , sprengt das Normale! Meine Trinkkompetenz ist bekanntlich sehr hoch und ich pfeiffe mir gerade ein paar dieser Dosen holländischer Gerste rein, als ich ein E-Mail von einer interaktiven Singleplattform erhalte. Man wird nun der Frage nicht abgeneigt sein, was Bünzli auf einer Singleplattform macht. Antwort: Das, was alle da machen und suchen….. sich einer weltweiten Marktwerteinschätzung beim weiblichen Geschlecht unterziehen und schauen, wie viele Weiblein sich bei mir melden (ich melde mich bei keiner „ruckwarts“ - siehe unten - ich wüsste auch nicht wieso). Ich erhalte also von dieser Plattform ein E-Mail, worin untenstehendes steht - was dem Fass vollends den Boden raushaut:

Mich rufen Tatiana. Mir 28 Jahre. Ich sehr lustig und das optimistische Madchen. Ich liebe, die aktive Weise des Lebens durchzufuhren und sich mit den Wettkampfen zu lernen. Ich denke, Dass ich den Menschen immer ermuntern kann. Ich liebe zum Traum von der Zukunft, Ich baue die Plane zu mir unmittelbar. Jetzt, finden mein Ziel den Partner in das Leben, weil ich schon ermudet bin, um einen zu leben, will und ich die Familie und der Kinder haben.
Sie interessierten mich sehr und liebten wie der Mensch. Ich habe entschieden, Sie zu schreiben. Jetzt, soll ich mit der Ungeduld, warten, die Nachricht von Ihnen zu bekommen, Sie schreiben mir ruckwarts?
Ich der Damen Ihnen die personliche elektronische Post fur die schnelle Verbindung mit mir. Meine elektronische Post: schonste4@rambler.ru
Ich werde mit nicht die Geduld auf den Brief von Ihnen warten. Und mit dem Vergnugen werde ich Seien Sie fertig, auf alle Ihren Fragen zu antworten. Ich werde senden Sie Darstellung in Den nachsten Brief. Mit der Hoffnung Ihr neuer aufrichtiger Freund
Tatiana

Nach diesem echt überzeugenden E-Mail genehmige ich mir einen Wein. Auf dessen Frontetikette steht: Cruz del Sur, 2003 Toro, Roble

Ich mache es kurz, liebe Leserinnen und Leser, Nase: Ein bisschen ein sehr gewöhnlicher Wein, wirkt zugenagelt wie ein Holzsarg kurz vor der Feuerbestattung mit unreifem, aber - immerhin - würzigem Peak. Immens alkoholisch und mit einem etwas gar universellen Ausklang.
Die kernige Gerbstoffstruktur stolpert hilflos in meinem Gaumen herum und irritiert mein Halszäpfchen mehr, als dass es eine Stimulanz auslöst. Ausgedient und irgendwann wurde dieses Weinchen irgendwie plattgemacht. Die Händlerin murmelte damals am Telefon etwas von: Der Wein wird nur in ganz aussergewöhnlichen Jahren produziert (zum Glück….) und dass er im Preisleistungsausweis gut daherkomme (Richter nennen das Meineid…..) auch seien alle ihre Kunden hell begeistert von diesem Tropfen (sie hat entweder keine Kunden oder bildet sich ein, sie hätte welche).

Fazit:
Schon einmal habe ich in einer Tasting Note geschrieben: Keine Weine via Telefonaktionen kaufen, auch wenn die Stimme am anderen Ende noch so überzeugend redet. Inskünftig mache ich es so:
Tatiana darf zu mir kommen (also nicht nur interaktiv neugierig auf mich sein) und mich davon überzeugen, dass sie „sehr lustig und optimistisches Madchen ist“ und die Stimme im Hörer darf sich auch gleich dazugesellen und mich ebenfalls vor Ort überzeugen, was sie mit ihren Beschrieben meint.

Zu guter letzt noch etwas, das für rote Köpfe bei den Weiblein sorgt.
Was macht einen Abend langweilig?
Wenn Frauen über Weine reden …


PS: Als ich die Weinflasche fertig habe, kriege ich nochmals ein Mail von einer potentiellen neuen Liebe. Dieses Mal auf English….. I am very amused!

Hello stranger!!! We yet do not know each other and I want to get acquainted with you. I hope that you agree to begin our acquaintance? My name Elena. I live in Russia in the best city-Cheboksary!!! I am 27 years old. I am single girl. I never was married and I have not children. I think that I am good girl. I modest and fair girl. I never skilfully to lie. And I want to build serious relations with foreign man. I do not want to have relation with Russian man because Russian men are rough. I was interested in your profile and consequently I write you. And consequently let's begin our acquaintance. Unfortunately I could not load my photo at site. But I assure you that I very nice girl and you will not be disappointed if will write me. And to speed up our acquaintance I ask you to write me at once to my e-mail. This is my e-mail:elenochka1981vo@yandex.ru.I hope that you will write me to my e-mail. I shall wait your letter. Bye.
Elena from Russia.

Eine kleine Absacke ins Saint-Julien

1. Weine verkosten mag eine Kunst sein
2. Weine machen, mag keine Kunst sein
Trotzdem haben beide etwas Grossartiges: Jeder hat seine Meinung dazu, auch wenn er keine Ahnung hat. Beim Weinverkosten sitzen oder stehen jeweils Leute um einen Tisch, flankiert von Assistenzverkostern (=Frauen). Und kritisieren.
Beim „wie der Wein gemacht werden sollte“ wiederum, v.a. wenn es grosse Namen sind, wird dann jeder Weinverkoster inklusive Assistenzverkoster zum Kritiker par excellence und dann weiss jeder, was man hätte anders machen müssen, respektive was im Rebberg oder im Keller falsch gemacht wurde. Nämlich das, was dem Verkoster beim Verkosten schlichtweg einfach nicht gefällt.

Was ist nun ein guter Verkoster und was ist ein guter Produzent?
Die Entscheidungskriterien definieren sich über das, was man in der Sache sucht. Guter Wein definiert sich über die Spannung, die er beim Verkoster auslöst, seine Eleganz etc. Und was das Vinifizieren betrifft und bedeutend macht, das ist weit schwieriger zu definieren. Man kann mit wenig Leistung einen triumphalen Wein herstellen und mit viel Leistungsaufwand einen unterdurchschnittlichen Wein produzieren.
In der Sankt Alzheimer Gemeinde wo ich wohne, gibt es viele Restaurants. Nun schlendre ich wieder einmal zu einem dieser Restaurants und bestelle mir dort einen Wein. Nur so zum Verkosten…. Und zum Kritisieren….

Ich sitze also da und bestelle den Château Beychevelle 4ème Cru classé 2000 für CHF 142.00. Das Jahr 2000 hat es bei mir im Gedächtnis sowieso in sich. Da war ja bekanntlich nicht nur Millenium, da habe ich mich auch von einer Partnerin getrennt, von der ich mich retrospektiv schon längstens hätte trennen müssen. Das sage ich der Serviertochter dann beim Bestellen auch so, worauf diese meint: Sie hatten also keine Abnabelungsprobleme? Meine Antwort: Nein hatte ich nicht. Und wenn ich das damals gehabt hätte, dann hätte es sicherlich keine Hebamme gebraucht, welche mit mir die Nabelschnur durchtrennte.
Verschnupft wendet sie sich ab und kommt nach einigen Minuten mit dem Beychevelle zurück …. plop …. die Flasche ist geöffnet.

Fazit:
1. Kein Wein für Warmduscher!
2. Ein Gerbstofftaifun aus Saint-Julien!
3. Der menschliche Kopf ist rund, damit das Hirn das Denken in eine andere Richtung drehen kann!
4. Ein Wein, dessen Struktur sich als fein und glatt erweist. Die Note von milder Eiche und reifer Frucht. Stoffig! Pelzige Muskeln!
5. Kleiner Orangeschimmer am Rand!
6. Kommt nicht mit dem zwanghaft juvenilen Überdruck daher wie viele Saint-Juliens!

Mehr kann ich dazu nicht schreiben….. Bünzli ist im Himmel.
Und hat ausnahmsweise nichts am Wein zu kritisieren!

www.beychevelle.com